wappen



Nach verschiedentlichen Rücksprachen unterbreitete Lehrer und Heimatforscher Wilhelm Stelling sen. im Herbst 1961 dem Rat und der Verwaltung der Gemeinde einen Vorschlag zur Beschaffung eines Wappens bzw. eines Siegels für die Gemeinde Langendamm. Der eingehend geschichtlich begründete Entwurf sah ein grünes Wappenschild vor. Es sollte den Grinderwald symbolisieren, vor dem die Ortschaft liegt. In diesem Schild war querüber in silbernem Feld ein schwarzer Balken vorgesehen, der den Schlagbaum darstellen sollte. Dieser ist bereits in sehr alten Zeiten als markante Grenze zwischen dem Fürstentum Kalenberg und der Grafschaft Hoya benannt. Senkrecht vor dem Schlagbaum sollte eine in Silber gehaltene Wolfsangel stehen. Sie wurde 1586 als erstes Hoheitszeichen des damaligen Landesherrn auf einem Grenzstein in den Weg, den "Langen Damm", gesetzt.

Der Gemeinderat befaßte sich Anfang Dezember 1961 mit diesem Vorschlag und beschloß, den Entwurf als Voraussetzung zur Genehmigung dem Heraldiker Gustav Völker in Hannover vorzulegen.

In den folgenden Monaten kamen nach weiterhin eingebrachten Wünschen zwei neue Motive hinzu: das weiße Niedersachsenroß und der schwarze preußische Adler. In der Ratssitzung vom November 1962 war man sich schließlich über die Anordnung der Zeichen und Symbole einig. Auch nahm man jetzt den Vorschlag zur Fahne auf, die nach heraldischen Grundregeln zwei Farben zeigt: grün als Grundfarbe mit einem mittleren, senkrechten weißen Streifen.

Das Wappenschild ist in zwei Felder geteilt, wobei das obere gespalten ist. Es zeigt auf der linken Seite auf goldenem Grund einen nach rechts gewendeten, rotbewehrten (mit roter Zunge und rotem Schnabel), schwarzen Adlerkopf. Im rechten oberen Feld befindet sich auf rotem Grund ein silberner nach links gewendeter Pferdekopf. Das untere Feld trägt entsprechend dem von Lehrer Stelling ausgearbeiteten Entwurf auf grünem Grund unter einem silbernen Balken eine liegende Wolfsangel.

Das Wappen für die Gemeinde Langendamm wurde schließlich im Oktober 1963 von der Hannoverschen Regierung genehmigt.

Quelle: "Aus der Geschichte eines Dorfes" von Wilhelm Stelling